szmmctag

  • Gewalt oder Das Spiel " Kaninchen und Schlange"

    Heute möchte ich mich einmal mit einem Thema befassen, mit welchem ich immer wieder beruflich frequentiert werde.
    GEWALT
    Seit zweiunddreißig Jahren arbeite ich mit und für Menschen. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich schier erstaunt und betroffen bin, dass ich immer noch nicht alles zu diesem Thema gehört und gesehen habe... Früher, als ich noch grün hinter den Sozialpädagogenohren war, dachte ich immer, dass GEWALT ein Thema von unterprivilegierten und bildungsfernen Menschen ist. Für mich bot sich das Bild, dass Menschen, die sich weniger schlecht mit Worten auskennen, die sind, die dann auch schneller die Hand erheben...
    Doch weit gefehlt!!!
    Mittlerweile weiß ich, dass dieses Thema in jeder Familie oder Beziehung vorkommen kann.
    In JEDER.
    Doch weshalb?
    Da ist der studierte Mann, der unter Einfluss von Alkohol seine Frau ohrfeigt.
    Oder es gibt den Montagearbeiter, der seine Frau, immer wenn er glaubt, dass sie sich nicht "richtig" verhält, grün und blau schlägt.
    Es gibt die Mutter, die ihren Exfreund anruft, damit der mit ihrem Kind "redet", weil sich das Kind "unerträglich" benähme. Das "Reden" heißt SCHLAGEN oder die Haare mit einem Messer abschneiden.
    Es gibt das junge verliebte Paar. Allerdings tict der junge Mann regelmäßig aus und schleift seine Freundin über den Fußboden zum Bett...

    Ich höre jetzt auf mit den Beispielen, die mir zu Ohren gekommen sind. Es ist einfach nur schrecklich.
    Was bewegt Menschen, sich solcher GEWALT zu bedienen?
    Doch noch viel mehr beschäftigt mich:Was bewegt Menschen, sich diese GEWALT gefallen zu lassen?

    Ist es Schwäche?
    Oder Abhängigkeit?
    Ist es Unvermögen, Konflikte zu lösen?
    Ist es die Angst vor dem Alleinsein?
    Ist es Gewohnheit, weil Frau oder Mann schon seit Kindheit an mit GEWALT groß geworden ist?
    Ist es, seinen Kindern keine Trennung zumuten zu wollen?
    Oder ist es ANGST? Die nackte ANGST, die die Opfer dazu bringt, beim Täter zu bleiben?

    Aus meinen Erfahrungen heraus, ist es oft eine Mischung von allem- aber die ANGST ist die entscheidende Kraft!
    Deshalb- ihr da draußen!
    Sucht euch Verbündete und Hilfe! Nutzt deren Stärke für euren Schutz!
    Versucht zu erfahren, weshalb ihr das mit euch machen lasst!
    Lernt die Täter kennen. Seht hinter die Schlägerfassade: Sie sind meißt sehr schwach und haben ein geringes Selbstwert!
    Wenn ihr das erkennt und zu nutzen wisst, wird es euch gelingen,auszusteigen!
    Ihr werdet euch nicht mehr als Opfer fühlen und als Opfer verhalten.
    U N D das grausame Spiel "Kaninchen und Schlange" endgültig beenden!

  • Aufgeschnittenes Äpfelchen

    Heute, als ich wie jeden Morgen vor dem Spiegel meine Narben mit Olivenöl einrieb und den Blick so an meinem Körper herunter gleiten lies- fiel es mir auf:
    Ich sehe jetzt aus, wie ein Äpfelchen, dem sie die faulen Stellen entfernt haben!

    Meine letzte Operation- diesmal zwecks Angleichung von Hanni und Nanni(Meine Tochter hat sich massiv beschwert: DIE Brüste seien weiblich und verdienten einen geschlechtstypischen Namen!) ist nun auf den Tag genau sechs Wochen her.
    Nachdem ich wieder zu Hause war und das letzte Pflaster sich verabschiedet hatte, war ich total froh, wie das Ergebnis ausschaute.

    ...wenn nicht die dämliche Narbe unterm Arm wäre! Sechs bis Acht Zentimeter lang und an den Enden mit kleinen Wülsten.

    Mann, habe ich mir Vorwürfe die ertsen Tage gemacht! Ich führte ständig Selbstgespräche:
    "Nur weil du rechts eine rießendicke immer keck aus dem Ärmelloch spähende Ratte weg haben wolltest, gehst du so ein Risiko ein! Jetzt hast du was von deinem Schöheitswahn!" Und so weiter...und so weiter...
    So ging das zwei Tage.

    Doch ich wäre nicht ich, wenn ich mich damit einfach so abfinden würde. Immerhin- EGAL aus welchem Grund- die Narbe wurde einfach technisch unsauber vernäht-Basta!
    Also zog ich mich demonstrativ kämpferisch an- rot schwarz kommt bei mir immer gut:-)- die Haare hoch gesteckt und auf, in die Welt der weißen Götter.

    Zuerst räumte ich ein, ja selbst schuld zu sein...aber dass ich unterm Arm aussehe, wie am 24.12. meine Weihnachtsgans...das muss ja nun wirklich nicht sein! Ich habe auch nicht versäumt zu erwähnen, dass ich denke, dass die Narbe unterm Arm niemals von dem gleichen Arzt vernäht wurde...denn der Arzt, der die Brüste "gemacht" hat, ist ein Künstler...
    ...der die Narbe unterm Arm fabriziert hat, sollte unbedingt noch mal in `ne Schneiderlehre...

    Na ja. Die arme kleine Ärztin in Ausbildung! Auf meine Vorwürfe reagierte sie äußerst souverän und beruhigte mich- das könne man ja noch mal nachkorrigieren!
    Nachkorrigieren???
    Also meine Mama hätte an der Stelle gesagt " Also was ihr mit den Händen aufgebaut habt- reißt ihr mit dem A...h wieder ein"
    Aber natürlich habe ich das nicht öffentlich gesagt- hätte meine Mama sich auch nicht getraut:-)
    Statt dessen beschuldigte ich mich wieder ein selbst...doch das konnte sich die sympathische Ärztin auch nicht anhören, denn sie schmiss sich sinnbildlich für mich in die Pfütze und sagte " Die Ratte oder Fettansammlung, die sie los werden wollten, war kein Fett- sondern sie hatten dort eine dritte Brustdrüse angelegt. Wir mussten deshalb einen großen Schnitt machen, denn wir haben acht mal drei Zentimeter Brustgewebe entfernt."
    So etwas hatte ich zwar noch nie gehört, aber ich war beruhigt und habe mich mit meiner Narbe angefreundet. Jeden Morgen wird sie, wie alle anderen Narben auch, liebevoll behandelt und gepflegt!

    Nun sehe ich zwar aus, wie ein aufgeschnittenes Äpfelchen
    ...aber mein Fruchtfleisch und das Kerngehäuse sind völlig gesund!:)

    Und das ist ein großes Glück!

  • Hans und Franz

    So, nun sind zweieinhalb Wochen nach der Wiederherstellungs- Op vergangen... und aus den einstmals doppelten Lottchen in Größe E sind zwei recht ansehnliche Brüste in Größe A oder B geworden.
    Die Op soll so ca. 3,5 Stunden gedauert haben und als ich wieder zu mir kam, habe ich erst einmal vorsichtig an meine Oberweite gefasst, denn bei einer Reduktion, kann man ja nicht wissen, was da so übrig bleibt...doch alles fühlte sich recht gut an. Hans und Franz waren geboren.
    Nun wollte ich nur noch schlafen...Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht! Nein. Nicht weil ich so starke Schmerzen hatte, sondern weil meine Bettnachbarin sich viel vorgenommen hatte für die Nacht. Es müssen bis einuhrdreißig mindestens 10 Hektar Baumbestand gewesen sein, den die kleine zierliche Dame mit schwersten Gerätschaften umgesägt hat.
    "Ich halte das nicht mehr aus! Ich will endlich schlafen!" rief ich lautlos in das Patientenzimmer. Was hatte die Schwester gesagt? Ich solle doch klingeln, wenn mir was fehle??? "Na, wenn mir jetzt nichts fehlt", dachte ich und nutzte das verführerische kleine Ding, was in meiner Reichweite lag, um die Schwester um ein starkes Schlafmittel zu bitten.
    Die hübsche Dame mittleren Alters kam wie eine weiße Fee in unser Zimmer geeilt. "Nein. Ein Schlafmittel kann ich ihnen um die Zeit nicht mehr geben. Bis vierundzwanzig Uhr, ja dann...aber jetzt...da sind sie morgen den ganzen Tag wie erschlagen." sagte sie mittleidsvoll und wollte gerade wieder gehen, als aus meinem Nachbarbett ein dünnes Stimmchen ertönte "Können sie nicht schlafen? Bin ich schuld?"
    Mein Gott. Kann mir mal einer verraten, wie eine so schnarchgewaltige Frau zu so einem dünnen Stimmchen kommt?
    Ja. Sage ich.Sie schnarchen so furchtbar laut. Das tat Omi sichtlich leid und versprach Besserung.
    Wie die Besserung aussah?
    Na, die zarte Person neben mir versuchte munter zu bleiben. Das führte dann dazu, dass jeder von uns zumindest abwechsend zu vier bis fünf Minuten Schlaf kam.
    Oma blieb munter. Kerstin schlief.
    Oma schlief ein. Kerstin wurde durch ohrenbetäubenden Motorenlärm geweckt.
    Fünf Minuten. Nur fünf Minuten. Dann hielt ich das Geschnarche nicht mehr aus. Ich räusperte mich. Erst leise...dann so laut, dass mir der Hals weh tat (dieser war ja sowieso noch vom Beatmungsgerät leicht angeschlagen.) Es half alles nichts. Da mussten Maschinen her! "Mensch, warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen?!"... zwischen mir und meinem kleinen Schnarchmonster stand ein Nachtisch. Aus Eisen, versteht sich. Und nun rammelte ich jedesmal, wenn meine Nachbarin ihre fünf Minuten Schlaf hatte, mit dem Tisch gegen ihr Bett.Dann schlief ich, dann sie...

    Am nächsten Tag zur Visite wollte Omilein um ein Einzelzimmer bitten. Doch sie war so von ihren eigenen Erzählungen rund um ihre Beschwerden gefesselt, dass das Thema "Einzelzimmer" völlig vergessen schien. Nun wusste ich, um die übervolle Belegung auf dieser Station...sollte ich trotzdem das Problem ansprechen. "Ach Scheiß!" dachte ich mir, will ich gesund werden, muss ich schlafen. Unbedingt!
    Die Ärtze sahen mich erst etwas ungläubig an. Ich glaube, bis dahin hatte sich bei ihnen noch keiner über so eine Nebensächlichkeit, wie Schnarchgeräusche beschwert. Doch ich tat`s. Und damit meine Worte ihre Wirkung nicht verfehlen, fügte ich noch hinzu "Also, wenn ihr wollt, dass ich so schnell wie möglich gesund werde und hier ganz schnell wieder raus bin, dass muss ich schlafen."
    Ab der zweiten Nacht wurde ich jeden Abend 21:15 Uhr von der entzückenden Nachtschwester in einen Relaxraum für Chemo- Patientinnen geschoben.Dort konnte ich seelig schlummern. Wenigstens nachts. Mein Mittagsschläfchen konnte ich, trotz Ohropax nur machen, wenn es nach Vierzehn Uhr war. Denn da war Besuchszeit. Also legte ich mich pünktlich dreizehnuhrfünfzig zur Ruhe. Mal mit Ohrstöpsel, mal mit Höhrbuch in oder auf den Ohren. Omilein und ihre Gäste gingen dann ins Besucherzimmer und ich konnte einen ausgiebigen Schönheits- und Genesungsschlaf halten.
    Nach sechs Tagen ging ich mit "Hans und Franz" und einem Beutel unterm Arm nach Hause.:-)
    Fortsetzung folgt.

  • Jetzt kenne ich auch das Gefühl!

    Ich habe lange überlegt, ob ich die nachfolgenden Gedanken mit den Lesern meines Blogs teilen sollte...
    Ich- als Verhaltenstrainerin und Coach... schreibe darüber , wie ich im tiefen Loch saß? Ist das nicht rufschädigend? Doch ich bin wie ich bin und dazu gehört, authentisch zu sein, in guten wie auch schlechten Tagen. Außerdem schreibe ich diesen Blog nicht nur, um mir etwas von der Seele zu schreiben oder der Welt meine Gedanken mitzuteilen. Ich schreibe diesen Blog auch, um anderen Menschen Mut zu machen. Ich glaube daran, dass es helfen kann, zu erfahren, dass niemand davor gefeit ist, einen emotionalen Absturz zu erleben.

    Das Jahr 2013 fing mit der Krebsdiagnose an und endete mit einer Leistenbruch- Operation. So gesehen klingt das erst einmal völlig emotionslos. Doch das war es bei Weitem nicht.

    Ich bin mit optimistischen Blick und hoch erhobenen Hauptes in rasantem Tempo durch die Krebserkrankung und deren Behandlungen gestiefelt. Nach fünf Monaten war ich wieder arbeitsfähig und habe mich topfit gefühlt. Ich sah gesund aus und habe mich auch gesund gefühlt. Doch dann fingen die Beschwerden an...erst eine Fisur, dann der Leistenbruch.

    Ehrlich gesagt, habe ich die Welt nicht mehr verstanden.
    Was ist nur los mit mir?
    Diese Frage nicht beantworten zu können, war für mich furchtbar.
    In meiner Verzweiflung habe ich mir ein Fachbuch von Dahlke gekauft " Krankheit als Symptom". Ich vertrete die Auffassung, dass die Seele und der Körper eine untrennbare Einheit bildet und dass man von so einigen Krankheiten Rückschlüsse ziehen kann. Aber so wie Dahlke das vertritt, ist schon hammerhart. Na ja. Also besitze ich jetzt einen dicken Wälzer, der mir erklärt: Leistenbruch: du hast dich übernommen- überhoben- im wahrsten Sinn des Wortes.
    Wer hätte das gedacht? Fünf Monate Krebsbehandlung- gehen auch an einer Frau wie mir nicht spurlos vorüber...
    Und trotzdem.
    Mein Geist hatte das verstanden, doch meine Seele spielte nach der OP ein völlig anderes Stück.
    Ein Stück, dass ich vorher noch nie gesehen habe.
    Bei mir.
    Bei anderen schon.
    Ich kam aus dem Krankenhaus. Alles tat mir weh. Ich hatte zwei Narben mehr am Körper und mein Anblick erschreckte mich. Linksseitig aufgeschnitten, waren meine Gedanken beim ersten Blick in den Spiegel.
    Danach legte ich mich in meine Sofakuschel- Ecke und fühlte mich (wie ich schon mal beschrieben habe) wie ein verletztes Tier, dass seine Wunden leckt. Allerdings blieb ich, auch wie ein Tier, im Dickicht liegen. Ich wollte keinen sehen und keinen hören. Meine Freunde wunderten sich sehr. Ich antwortete nicht auf Mails, auf Nachrichten, am Telefon lies ich mich verleugnen :no:(Verzeihung liebe Anrufer- ich habe wirklich viel geschlafen;)).
    Das ging den ganzen November so.

    Nach ca. drei Wochen kam ich auf den Trichter, mir professionelle Hilfe zu suchen.
    Wer allerdings selbst anderen bei ihren Problemen hilft, steht dann bei einer solche Suche vor einer echten Herausforderung.
    Ich habe bestimmt eine Woche lang sämtliche Psychotherapeuten und Coaches im Internet durchforstet.
    Eh! HALLO! Ich wusste ja gar nicht, wie schwer sich solch eine Suche gestalten kann! Das ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen!

    Dann endlich:
    Homepage ansprechend gestaltet.
    Inhalte gut beschrieben.
    Angebot (Umgang mit Stress, Ängsten und Krankheiten) passend.
    Praxis nicht im Nachbarhaus aber dennoch erreichbar.
    Kosten im grünen Bereich.
    Gesicht sympathisch.
    Also ab die Mail und um einen Termin gebeten.

    Drei Tage später werde ich von dem sympathischen Gesicht etwas distanziert begrüßt.
    Wir gehen zusammen in den Keller.
    Der Raum ist grell erleuchtet (sehe ich ein- bei der kleinen Kellerluke).
    Ich möchte mich setzen, da rollt mir der Sessel unterm Po weg.
    Dem sympathischen Gesicht geht es nicht so. Sie hat einen Schreibtisch an dem sie sich festhalten kann.
    Dann wird die Rechnung gedruckt und ich muss die Knete 'rüber reichen.
    Jetzt geht es los.
    Um die Geschichte abzukürzen.
    Es gab nur zwei Termine. Bei mir bekommt jeder eine zweite Chance! Außerdem hatte ich Leidensdruck- ich wollte wieder die alte Kerstin sein: stark, humorvoll, optimistisch.
    Doch als ich beim zweiten Termin endlich zur Sache komme und mir die Tränen hoch steigen und ich endlich, endlich, endlich mal meinen Schmerz hinausweinen will...
    ...unterbricht das sympathische Gesicht mich und erklärt mir eine Methode der Traumabearbeitung, die sie das nächste Mal bei mir anwenden will.
    Aus die Maus.

    Ich frage mich natürlich im Nachhinein besorgt, wie nützlich eine Therapie sein kann, wenn es der Therapeutin nicht gelingt, ihren Patienten weinen zu sehen.

    Trotzdem, geholfen hat mir das sympathische Gesicht.
    Ich bin nach Hause und habe beschlossen, an mir all das anzuwenden, was ich bei meinen Coachees so mache. Ich habe mich also selbst therapiert.
    Heute weiß ich, dass ich sooo kurz davor war, in eine handfeste Depression abzurutschen.
    Ich habe mich schwach, krank, hoffnungslos und ohnmächtig gefühlt.
    Jetzt kenne ich auch das Gefühl.

    ...und das kommt nicht nur mir zu Gute!

  • ...und manchmal ist es nur ein kleines Lächeln!

    Die Tage sind zurzeit schrecklich grau. Es regnet, nein es sprüht so vor sich hin.
    Die Menschen gehen mit gesengten Köpfen durch die Straßen. Ihnen scheint so gar nicht der Sinn nach Kommunikation zu stehen. Sie wollen nur schnell auf Arbeit oder nach Hause...

    Doch heute, auf dem Weg zum Job, erlebe ich, wie eine junge Frau am Straßenrand steht.
    Die grüne Wollmütze tief ins Gesicht gezogen, der Mantelkragen hoch geschlagen und einen dicken überdimensionalen Schal um den Hals. Eigentlich hat sie "Vorfahrt". Doch sie bleibt stehen und winkt ein Auto vorüber. Dabei schaut sie den Fahrer kurz an und lächelt.
    Und der Mann im schwarzen Volkswagen? Der lächelt zurück. Und schon ist er weg.
    Die junge Frau schreitet jetzt gleich viel beschwingter über die Fahrbahn und ihr Mund besucht noch immer ihre Ohren.
    Und ich?
    Ich lächle auch und freue mich.

    Manchmal ist es nur ein kleines Lächeln, was gleich drei Menschen glücklich machen kann!

  • Was für ein Sch...jahr!

    Was für ein Scheißjahr! Entschuldigt, liebe Leser, aber manchmal gibt es nur derbe Ausdrücke für derbe Situationen.
    Das Jahr 2013 wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben, denn im ersten Monat wurde mir die halbe Brust entfernt, den Frühling über wurde ich "gegrillt", im Sommer plagten mich furchtbare Schmerzen wegen einer Fissur und im Herbst suchte mich ein akuter Leistenbruch heim. Den Dezember verbringe ich nun damit, mich von der letzten Operation zu erholen...Gott sei Dank bin ich nach vierstündigem Aufenthalt in der Notaufnahme auf einen Arzt getroffen, der mit mir Mitleid hatte und einwilligte, beide notwendigen Operationen in einer stattfinden zu lassen.Das hat mir doch wirklich die Freudentränen in Augen schießen lassen. Na ja, mittlerweile freue ich mich auch über derart eigenartige Umstände...

    Was soll ich sagen? Ehrlich gesagt, mir fehlen selten die Worte, jedoch war das in den letzten Wochen der Fall. Ich habe wie ein verletztes Tier auf meinem Sofa gelegen und meine Wunden geleckt. Ich wollte keinen sehen, keinen hören und nur noch meine Ruhe haben.
    UND...das war gut so.
    Jetzt geht es wieder von Tag zu Tag bergauf und ich fange wieder an, die alte Kerstin zu sein.
    Stopp!
    Nicht ganz.
    Keine E- Mails nach 20:00 checken.
    Das Handy wird erst nach dem Frühstück in Betrieb genommen.
    Unausgesprochene Worte werden ausgesprochen- auch wenn die eigenen Kinder davon betroffen sind.
    Und überhaupt. Nicht zuviel in zu kurzer Zeit. Immer schön langsam.

    Nun kann es kommen, das neue Jahr!
    ...auch wenn es gleich mit einer OP startet. Aber darauf freue ich mich...DENN diese OP wird mich wieder etwas mehr zum Ausgangspunkt, zumindest optisch, zurückführen.

    Also gehe ich optimistisch dem neuen Jahr entgegen und wünsche allen meinen Bloglesern und natürlich meiner lieben Familie, meinen Freunden und mir
    Ein GESUNDES 2014!!1

  • Endlich kommen die Enkel wieder!

    Endlich kommen die Enkel wieder!
    Es ist früh halb fünf. Ich höre ein eigenartiges Knacken. Ich komme langsam zu mir und lausche… „Was ist das nur?“, frage ich mich. Plötzlich stelle ich fest, dass ich nicht in meinem gewohnten Schlafplatz liege, sondern im Gästebett. Soweit alles gut. Doch das leise Knarren macht mich doch ganz nervös… Ungeziefer? Die Katze? Der Nachbar unter oder über uns? Eigenartig. Auf einmal höre ich eine kaum hörbare Stimme: „ Oma, ich kann in meinem Bett nicht mehr schlafen.“ Na klar! Jetzt fällt`s mir wieder ein: „Wir haben Oma-Opa- Wochenende!“ Unsere Enkeltochter ist ganz ganz leise zu uns getippelt und möchte Asyl in unserem Bett. Dicht an dicht eingerollt liegen wir nun. Mein Mann behauptet, er hätte nicht so gut im Gästebett geschlafen. Ich weiß das besser! Wie ein Murmeltier! Das Asyl dauert eine Stunde, danach möchte das Mädchen wieder in „ihr“ Bett. Und wir schnuffeln gemütlich weiter bis… halb acht. So mancher wird jetzt rufen „O- Gott!“. Ich finde das toll. Denn seit meinem fünfzigsten Geburtstag hat sie sich eingestellt, die „senile Bettflucht“. Und da kommen mir doch die zwei Zwerge sehr entgegen. Na gut- bis acht oder halb neun würde ich schon gern schlafen- aber der Vorteil von Enkelbesuchen ist, dass wir unseren ganzen Tagesplan danach strukturieren. Zeitiges Aufstehen- Mittagsschlaf- zeitiges zu Bett gehen. Und dazwischen regelmäßige Mahlzeiten und Ausflüge an der frischen Luft :-) Einfach herrlich und entspannend.
    Nun, so wird sich so mancher fragen, warum haben wir das nicht so genossen, als unsere Kinder noch klein waren? Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie sehr mich meine ersten zwei Mäuse so manches Mal zur Weißglut gebracht haben. Zum Beispiel wenn mein vierjähriger Sohn seine eineinhalb Jahre jüngere Schwester mit der Lieblingswurst meines Mannes im Bett gefüttert hat… 300 Gramm Schweinskopfsülzwurst…Die Hälfte lag als Hänsel und Gretel- Spur auf dem Weg vom Kühlschrank zum Kinderbettchen. Sülzwurst brauche ich heute im Übrigen nicht mehr auf den Tisch stellen, weil ich ansonsten bei meinen mittlerweile erwachsenen Kindern einen Brechreiz auslösen würde. Oder ich muss an das Theater denken, dass mein Sohn im zarten Alter von zweieinhalb in der Straßenbahn vorgeführt hat, weil er unbedingt auf einem roten Stuhl sitzen wollte und nur noch graue frei waren. Mann, hat der geschrien „ Ich will Roten! Ich will Roten!“ Eine alte Dame wollte wissen, was den mein Prinz so möchte und ihm danach ihren „Roten“ anbieten. Da musste ich glatt in aller Öffentlichkeit autoritär werden! Erst mit der Dame und dann mit meinem kleinen schreienden Ungeheuer. „Sie bleiben sitzen! Und du wirst laufen, wenn du nicht sofort mit schreien aufhörst!“ Das Ende vom Lied? Eine mental verstimmte Mutter schiebt mit der einen Hand einen mit Einkäufen und Kind beladenen Sportwagen – hält an der anderen Hand ein weinendes Kind und stapft Schweiß- triefend einen nicht enden wollenden Berg hoch. Das weinende Kind hat sich dann nach so ca. einem Kilometer überlegt seine Kraft nun doch eher in das Laufen als in das Lamentieren zu legen und so kommen wir irgendwann völlig ausgepauert zu Hause an. Damals wohnten wir noch in der sechsten Etage- ohne Fahrstuhl! Ich weiß nicht mehr, wie ich die zwei Süßen und die Einkäufe hochgeschleppt habe- aber es hat irgendwie funktioniert. Dieses und die anderen Male.
    Solche oder ähnliche- mehr oder weniger dramatische Zwischenfälle erleben jede Mutter und jeder Vater und zwar tagtäglich. Dazu kommen noch der Stress mit der Arbeit und den morgendlichen Zeremonien, um die Kinder pünktlich und möglichst gesund in die Kindereinrichtung oder Schule zu bringen. Da sind doch Großeltern in einer ganzen anderen Position. Sie haben nur punktuell die Verantwortung und können sie wieder abgeben: Die Verantwortung und die Enkel ;-)
    Da ist es doch schön, wenn es Großeltern gibt, die wenigstens hin und wieder sagen:
    “ Endlich kommen die Enkel wieder!“

  • Das Ende ist nicht immer das Ende, doch im besten Falle gut

    Nun habe ich die Krebsbehandlung seit zweieinhalb Monaten abgeschlossen und möchte für alle, die es interessiert, eine Rückschau der letzten Wochen geben. Ich denke, dass es vielleicht für den einen oder anderen Betroffenen hilfreich sein kann, trotz Heilung auch etwas von den möglichen „Nachwehen“ zu erfahren, um besser damit umzugehen.

    Einige meiner Blogleser wissen, dass ich beruflich andere Menschen dabei unterstütze, sich erfolgreich zu motivieren und das Verhalten dementsprechend konstruktiv zu verändern.
    Ich möchte heute darüber sprechen, dass es auch bei sogenannten „Profis“ zu Krisen kommen kann, die nicht (wie von einigen meiner Coach-Kollegen vermittelt wird) mit einem „Tschagga“ aus der Welt zu schaffen sind. Es bedarf Mut, Kraft, Zeit und Geduld.
    Viel Geduld!

    Das Ende ist nicht immer das Ende, doch im besten Falle gut.

    Nachdem ich die Bestrahlung gut überstanden und meine REHA wunderbar beendet und zu meiner alten Leistungskraft zurückgefunden habe, fühlte ich mich so stark, so gesund und unverwundbar. Wer mich in dieser Zeit zu Gesicht bekam, konnte es nicht fassen, dass man nach der Genesung so aussehen und so fröhlich sein konnte, wie ich es war. Ich schwelgte regelrecht im Glück und glaubte, dass mir nun nichts mehr passieren kann.

    ...bis - ja bis... zu dem Tag vor sechs Wochen, an dem „Mammographie“ und „Ultraschall“ wieder auf dem Plan stand. Die erste große Untersuchung nach meiner OP und nach der Bestrahlung!
    Ich hätte meinen Allerwertesten verwettet, dass ich mit meiner Angst ganz gut umzugehen verstehe und dass ich diesen Termin genauso souverän meistern werde, wie ich die fünf Monate meiner Krebsbehandlung durchstanden und durchlebt habe.
    Mit Angst, ja.
    Mit Trauer, ja.
    Mit Hoffnung, ja.
    Mit Optimismus, ja.

    ABER doch nicht mit dem Verhalten, was sich an diesem Montag vor sechs Wochen um vierzehnuhrdreißig bei mir zeigte:
    Blanke Hysterie!
    Bis dahin war ich ganz ruhig. Den Termin wusste ich, machte mir jedoch keine größeren Gedanken darum.
    Doch dann, um vierzehnuhrdreißig, eineinhalb Stunden vor meinem Termin, fing ich plötzlich und ohne Vorwarnung an, wie eine Verrückte zu hyperventilieren. Ich suchte einen Überweisungsschein, den ich (so erfuhr ich später) gar nicht haben konnte und fing an, wie wild durch alle Zimmer zu laufen und panikartige Schnappatmung zu bekommen. Ich rannte von Schrank zu Schrank, von Schieber zu Schieber und rief unter Tränen „ Die sollen mich doch mit diesem Scheiß in Ruhe lassen! Was wollen die bloß von mir! Ich habe keine Bock darauf, meine Brüste quetschen zu lassen!“ und so weiter und so weiter...
    Das Theater ging solange bis sich mein Mann vor mich schmiss und mich auf- und festhielt.
    Sehr fest. Dann weinte ich nur noch und meine Hysterie und mit ihr die Tränen versiegten.

    Ich ging brav zur Mammographie und alles war in bester Ordnung.

    Ende gut? Alles gut?

    Kurz nach dieser emotionalen Entgleisung fing ich plötzlich an einer Stelle meines Körper Schmerzen zu bekommen, die sich von Woche zu Woche steigerten. Da ich in meinem Blog keine Szenen wie in „Feuchtgebiete“ beschreiben möchte, erspare ich mir die Ausführung näherer Details. Fakt ist, dass die Schmerzen so stark wurden, dass ich einen Facharzt aufsuchen musste, dessen erste Frage war: „ Seit wann haben sie die Symptome und waren sie davor extremen Stress ausgesetzt?
    „Nö,“ lautete meine Antwort „nicht das ich wüsste.“
    Meine hysterische Attacke hatte ich ja längst erfolgreich verdrängt. Was ist das auch für eine Verhaltenstrainerin, die ihre eigenen Emotionen nicht im Griff hat:-) Doch nun musste ich dieses angstbesetzte Erlebnis aus der Versenkung wieder herauf holen und mich stellen:
    Meiner Angst.
    „Ihre Erkrankung ist eine Folgeerscheinung der letzten Monate.“ so die Diagnose des Arztes.

    Für mich hieß das noch einmal einen großen Schritt zurück zu gehen und mir Gedanken zu machen, wie mein Leben jetzt verlaufen wird.
    Glücklich, ja.
    Fröhlich, ja.
    Hoffnungsvoll, ja.
    Optimistisch, ja.

    ABER auch mit der in regelmäßigen Abständen auftauchenden Angst vor jeder neuen Untersuchung und deren Ergebnis.

    Dank meiner neuen Strategie und ein paar helfenden Mittelchen einer guten Heilpraktikerin, bin ich nun auf dem Weg der Genesung und kann sagen:

    Das Ende ist nicht immer das Ende - doch im besten Falle gut!


    http://www.ihrpersoenlichercoach.de

  • Wie ein Drückeberger zum Elternsprecher wurde

    Ich sitze im Elternabend.
    Mittlerweile kennt man sich.
    Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich.
    Bis...ja bis...die Eltern anfangen ihrer Wut Luft zu machen.
    Über die Lehrer, über die Schule, über das Schulsystem, über die Lehrbücher, über die Hausaufgaben über das gefühlt fünfte Herbarium...und... und... und...
    Es geht hoch her.
    Die ganze Zeit sitze ich da und denke „ Oh mein Gott- hört denn das Gemecker gar nicht auf?“ Glauben die Eltern wirklich, dass die anwesende Lehrerin morgen zu ihren Kollegen geht und die Kritik weiter reicht? So in etwa „ He, du Ge-Wi -Lehrerin, muss dass sein, dass du den Kindern eine Collage zum Thema „Heimat“ aufgibst, die 13,5 Zeitstunden frisst und wobei recht wenig gelernt wird?“
    Okay. Mittlerweile finde ich diese Hausaufgabe zwar noch immer unverschämt umfangreich, aber ich habe mein Kind noch nie so schön philosophieren sehen, wie auf der zweiseitigen Erklärung, was für sie Heimat ist.
    Trotzdem. Was soll die Dame da vorn tun? Eine „Krähe hackt der anderen kein Auge aus.“ Diesen alten Spruch gibt es schon seit hunderten von Jahren und hat seine Gültigkeit wohl nicht verloren.
    Für mich ist die ganze Aufregung sinnlos. Aber vielleicht habe ich auch nach einundzwanzig Schuljahren, die ich seit meinem ersten Kind ununterbrochen mit drei Kindern erleben durfte, resigniert?

    Nun scheint das Pulver, auf die Lehrer zu schießen, verbraucht zu sein. Denn plötzlich sind die Kinder dran. Sie wären faul und könnten nicht mal Prozente eines Rabattes ausrechnen und hätten nur die Klamotten und die Schminke im Kopf. Und überhaupt hätten sie keine Motivation zu Lernen und sich anzustrengen. Ein Vater (ich weiß gar nicht welches Kind dazu gehört) kann sich über die Oberflächlichkeiten der Gören kaum noch beruhigen.
    Da reicht es der Klassenlehrerin.
    Nein, sie stimmt nicht mit ein in den Kanon der Meckerei, sondern schmeißt sich sinnbildlich für ihre Schüler in die Pfütze!
    Da werde ich munter.
    Ich, die einundzwanzig Jahre möglichst die Klappe in Elternabenden (was Kritik betrifft) gehalten hat, weil sie der Meinung ist, dass wenn schon kritische Anmerkungen, dann direkt und im persönlichen Gespräch.
    Doch geht das immer mit der „Spezies“ Lehrer?
    Fällt das dann nicht auf das Kind zurück?
    Ja. Ich gebe zu, bei dem einen oder anderen Lehrer habe ich die Kritik einfach herunter geschluckt und meine Kinder gebeten, das Gleiche zu tun. Ist das falsch? Macht das Kinder zu überangepassten Menschen? Oder hat das eher etwas damit zu tun, dass man auch manchmal einfach begreifen muss, wer am längeren Hebel sitzt?

    Und so sitze ich noch immer ruhig im Klassenzimmer und höre zu.
    Ein Stimmengewirr und ausweglose Diskutiererei nimmt sein Fortgang...
    Bis... ja bis ich mich plötzlich reden höre.
    „Lasst uns überlegen, wie wir unseren Kindern helfen können, sich zu motivieren mehr als Mittelmaß sein zu wollen. Wie können wir die Kinder dazu bringen, sich für ihre Belange konstruktiv ein zu setzen, ohne ihre gute Erziehung zu vergessen. Wie ermutigen wir sie, Lehrer zu fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben und zwar so lange, bis sie es kapiert haben. Das erfordert Mut und wir sollten ab jetzt unsere Kinder noch mehr als bisher darin unterstützen!“

    Ruhe.

    Nun kommen wir zur Wahl des Elternsprechers, sagt die Klassenlehrerin.
    Von hinten kommt: „Ich weiß, wer dazu total geeignet ist.“
    Ich dreh mich um und sage lachend: „ Na klar- ich hab euch auch lieb!“

    Einundzwanzig Jahre habe ich mich erfolgreich gedrückt.
    Nun bin ich Elternsprecherin.

  • Wollen ist nicht gleich können- aber es ist die Hälfte der Strecke!

    Heute sitze ich an meinem Schreibtisch und lese eine Akte. Eine Akte über das Leben eines Zwanzigjährigen.
    Ein Dejavu.
    Vor genau einem Jahr und zwei Monaten habe ich die selbe Akte gelesen und bin zu einer Gerichtsverhandlung gegangen...
    Das Ergebnis:
    Mutter oft sehr krank.
    Schwester behindert.
    Vater gestorben.
    Großmutter gestorben.
    ...mit zehn Jahren sexuell missbraucht.
    Folgen:
    Sprachstörungen
    Schulprobleme
    Mobbing
    Abweichendes Verhalten
    Straftaten

    Damals waren meine Argumente für eine Bewährungsstrafe:
    Er braucht Zeit, um sein Verhalten zu ändern.
    Er braucht dabei die richtige Unterstützung.
    Er braucht klare Ansagen.
    Er braucht klare Grenzen.
    Aber er braucht auch eine Chance!

    Heute nun, vierzehn Monate später, sitzt mir der junge Mann gegenüber:
    immer noch blass
    immer noch schmächtig
    immer noch mit Sprachproblemen...
    immer noch, weil er es nicht lassen konnte, ohne Geld unbedingt benötigte Sinnlosigkeiten "einkaufen" zu gehen...

    Was nun?
    Die Frage stellt sich mir schon seit vielen Jahren, auch in anderen Zusammenhängen:
    Wie lang...kann eine "schlechte Kindheit" eine Rolle spielen...?
    Wie oft...sollte das als Entschuldigung und Begründung für ein bestimmtes Verhalten in die Waagschale geworfen werden...?
    Ich weiß es nicht!
    Ich weiß es nicht, weil das von Mensch zu Mensch verschieden ist!
    Ich weiß nur eins:
    Auch wenn achtzehn Jahre des Lebens völlig aus dem Ruder liefen, dann ist jeder Mensch irgendwann erwachsen und reif, um zu entscheiden...
    Bin ich krank- Kann ich alles dafür tun, um gesund werden!
    Habe ich oft Mist gebaut- kann ich meinem Leben eine andere Richtung geben!

    Egal, was ich verändern möchte und wie langwierig dieses Unterfangen sein wird...
    Nur eins ist dabei zu Beginn sehr wichtig:
    ICH WILL DAS!
    Wollen ist nicht gleich Können- aber es ist die Hälfte der Strecke!...und damit ist der erste Schritt getan...
    ...ob der junge Mann sich noch entschließen kann zu "Wollen"???
    Ich wünsche es ihm von Herzen.
    Bis dahin muss er die Konsequenzen für sein Handeln in Kauf nehmen.

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